Ein Wasserschaden im eigenen Heim ist für die meisten Hausbesitzer ein Horrorszenario. Ob durch ein Leck in der Leitung, eine defekte Waschmaschine oder extremes Wetter – die Feuchtigkeit dringt schnell in Wände, Böden und Möbel ein und verursacht dort oft unsichtbare, aber schwerwiegende Schäden.
In einer solchen Krisensituation ist schnelles und fachgerechtes Handeln gefragt, um die Bausubstanz zu retten und die Gesundheit der Bewohner nicht durch Schimmelbildung zu gefährden.
Die Wahl des richtigen Dienstleisters spielt dabei eine entscheidende Rolle. Da der Markt für Sanierungsdienste unübersichtlich sein kann, ist es wichtig, auf bestimmte Qualitätsmerkmale zu achten.
Wenn Sie kompetente Hilfe für wasserschäden suchen, sollten Sie die folgenden Faktoren in Ihre Entscheidung einbeziehen.
Schnelle Erreichbarkeit und Notfallmanagement
Bei Feuchtigkeit im Gebäude zählt jede Stunde. Ein professioneller Sanierungsbetrieb sollte daher über einen Notdienst verfügen, der auch am Wochenende oder in der Nacht erreichbar ist.
Je länger das Wasser im Mauerwerk oder im Estrich steht, desto höher ist das Risiko für Folgeschäden wie Hausschwamm oder statische Instabilitäten.
Ein guter Dienstleister zeichnet sich dadurch aus, dass er unmittelbar nach dem Erstkontakt eine Begutachtung vor Ort vornimmt und sofortige Maßnahmen zur Schadensbegrenzung einleitet. Dies ist der erste wichtige Schritt, wenn Sie professionell wasserschäden beheben lassen möchten.
Transparente Diagnose und moderne Messtechnik
Bevor mit der Trocknung begonnen werden kann, muss das Ausmaß der Durchfeuchtung präzise bestimmt werden. Seriöse Unternehmen nutzen hierfür moderne zerstörungsfreie Messverfahren wie die Mikrowellen-Messung oder Thermografie.
Mit einer Wärmebildkamera lassen sich verborgene Leckagen und Feuchtigkeitsnester hinter Wänden lokalisieren, ohne diese sofort aufbrechen zu müssen.
Eine detaillierte Dokumentation der Messwerte ist zudem für die spätere Abrechnung mit der Versicherung unerlässlich. Achten Sie darauf, dass der Fachbetrieb eine klare Diagnose stellt, bevor umfangreiche Sanierungsarbeiten an Ihren wasserschäden beginnen.
Fachliche Qualifikation und Zertifizierungen
Die Sanierung von Feuchtigkeitsschäden erfordert spezialisiertes Wissen in den Bereichen Bauphysik, Mikrobiologie und Trocknungstechnik. Ein qualifizierter Fachbetrieb sollte über entsprechende Zertifizierungen verfügen, die die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter belegen.
Besonders wichtig ist die Sachkunde für Schimmelsanierung, da unsachgemäße Trocknung die Sporenbelastung in der Raumluft massiv erhöhen kann.
Ein erfahrener Partner berät Sie auch über die Unterschiede zwischen Kondenstrocknung und Adsorptionstrocknung und wählt das Verfahren, das für Ihre spezifische Gebäudesituation am effektivsten ist.
Koordination verschiedener Gewerke aus einer Hand
Ein Wasserschaden zieht oft Folgearbeiten nach sich. Nachdem die Trocknungsgeräte abgebaut wurden, müssen Fliesen ersetzt, Wände neu verputzt oder Böden neu verlegt werden. Ein großer Vorteil sind Sanierungsfirmen, die ein Komplettpaket anbieten.
Durch die Koordination aller notwendigen Handwerker – vom Klempner über den Elektriker bis zum Maler – sparen Sie Zeit und vermeiden Abstimmungsfehler.
Wenn ein Unternehmen das gesamte Projektmanagement übernimmt, wird die Wiederherstellung Ihres Heims deutlich reibungsloser verlaufen, während Experten Ihre wasserschäden nachhaltig beseitigen.
Unterstützung bei der Versicherungsabwicklung
Die Kosten für eine umfassende Sanierung können schnell in den fünfstelligen Bereich steigen. In den meisten Fällen ist dies ein Fall für die Wohngebäude- oder Hausratversicherung. Ein kundenorientierter Sanierungsdienst unterstützt Sie bei der Kommunikation mit dem Versicherer.
Dazu gehören die Erstellung eines detaillierten Kostenvoranschlags, die Bereitstellung von Messprotokollen und im Idealfall die direkte Abrechnung mit der Versicherung.
Dies entlastet Sie in einer ohnehin stressigen Situation erheblich und stellt sicher, dass alle notwendigen Arbeiten auch finanziell abgedeckt sind.
Nachhaltigkeit und Schimmelprävention
Eine erfolgreiche Sanierung endet nicht, wenn die Oberfläche trocken aussieht. Ein wichtiger Faktor ist die Prävention von Langzeitschäden. Ein guter Dienstleister wird prüfen, ob Desinfektionsmaßnahmen notwendig sind, um Keime und Gerüche zu neutralisieren, besonders wenn Abwasser im Spiel war.
Zudem sollte eine abschließende Kontrollmessung durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass die Ausgleichsfeuchte im Material wieder erreicht wurde.
Nur so kann garantiert werden, dass später kein versteckter Schimmel unter dem neuen Bodenbelag entsteht und der Wohnwert dauerhaft erhalten bleibt.
